Tipps für Babynamen

Wenn Frau Grube ihre Tochter Claire nennt

Von redaktion 22. Februar 2013 - 11:30

Jimi Blue, Wolke oder doch lieber Apple? Prominente Eltern sind dafür berüchtigt, ihren Kindern ausgefallene Namen zu geben. Doch was originell gedacht war, kann schnell Spott provozieren. Was es bei Babynamen zu beachten gibt.

 

William und Catherine

                         (Foto: Getty Images)

 

Die Aufregung in der Klatschpresse war groß, als Ende 2012 bekannt wurde, dass Prinz William und seine Frau Catherine Nachwuchs erwarten. Wie wird das erste Baby heißen? Vielleicht Diana, wie Williams verstorbene Mutter? Angeblich sei dieser Name der Herzenswunsch des Paares, sollte Catherine ein Mädchen zur Welt bringen. Doch Adelsexperten befürchten: Die Erinnerung an die umstrittene Prinzessin wiegt zu schwer - ein Eklat sei vorprogrammiert.

Fragt sich, was die Royalwatcher sagen würden, wenn es William und Catherine ganz ähnlich machen würden wie prominente Schauspieler oder Sänger. Oscar-Preisträgerin Gwyneth Paltrow nannte ihre erste Tochter Apple, Sänger Bob Geldof seine älteste Tochter Fifi Trixibelle. Auch deutsche Promis beweisen immer wieder ihre Fantasie: Die Kinder des Schauspielers Uwe Ochsenknecht heißen Wilson Gonzalez, Jimi Blue und Cheyenne Savannah. Und bei RTL schwebt seit Jahren ein Wetterphänomen durchs Programm: Schauspielerin Wolke Hegenbarth („Let's dance", „Mein Leben und ich").

Doch so originell der Name gedacht war - in späteren Jahren müssen die Kinder mit Hohn und Spott rechnen. So trägt die Homepage chantalismus.tumblr.com die schönsten Verfehlungen zusammen. Denn auch Durchschnittsbürger haben offenbar kein Problem damit, ihre Kinder mit Vornamen Luke Skywalker oder Angelina-Jolie zu nennen.

Einen Eindruck des Mehrheitsgeschmacks liefert übrigens Jahr für Jahr der Ahrensburger Hobbyforscher Knud Bielefeld. Weil es keine amtliche deutsche Vornamenstatistik gibt, wertet er regelmäßig die Geburtsmeldungen aus und veröffentlicht auf beliebte-vornamen.de eine Namenshitliste.

Neugeborenes BabyDie beliebtesten Mädchennamen waren 2012 demnach: 1.) Mia, 2.) Emma, 3.) Hannah / Hanna, 4.) Lea / Leah, 5.) Sofia / Sophia, 6.) Anna, 7.) Lena, 8.) Leonie / Leoni, 9.) Lina, 10.) Marie.

Bei den Jungs sah es 2012 so aus: 1.) Ben, 2.) Luca / Luka, 3.) Paul, 4.) Lukas / Lucas, 5.) Finn / Fynn, 6.) Jonas, 7.) Leon, 8.) Luis / Louis. 9.) Maximilian, 10.) Felix.

                                                                                   (Foto: Hemera/Thinkstock)

Doch wie wählen angehende Eltern einen passenden Namen für ihr Kind aus? Experten geben folgende Tipps:

1.) Aussagekraft: Überlegen Sie, welche Charaktereigenschaften ein Name transportiert. Charlotte klingt klassisch, während Leonie moderner ist. Allerdings sollte man auch nicht zu trendige Namen wählen - niemand möchte die vierte Marie oder der dritte Leon in einer Klasse sein.

2.) Tradition: Beziehen Sie Familientraditionen ein. Will man Großmutter oder Onkel seine Wertschätzung ausdrücken, kann das Kind durchaus Katharina oder Wolfgang heißen. Notfalls auch als Zweitname.

3.) Spitznamen: Spitznamen sollten Spitznamen bleiben. Eine Barbara kann später immer noch entscheiden, ob sie lieber Babsi oder Barbie genannt wird - andersherum gibt es kein Zurück.

4.) Falsche Originalität: Vorsicht bei ungewöhnlichen Namen: Im Ausland mag es erlaubt sein, seine Kinder nach Städten oder Berufen zu benennen. In Deutschland gibt es strenge Vorschriften, die sicher stellen sollen, dass unter anderem der Name das Geschlecht des Kindes leicht identifizierbar ist.

5.) Exotik: Das gleiche gilt für ausländische Namen: Chantal Schmidt klingt halt nicht so schön wie Chantal Lamont.

6.) Schreibweise: Auch ungewöhnliche Schreibweisen können Stolperfallen bilden. Wer will schon bei jedem Telefonat dem Gesprächspartner buchstabieren, dass er Jemie und nicht Jamie heißt.

Und was tun, wenn keiner außer Ihnen den Namen Ihres Kindes mag? Denken Sie daran, dass es eine sehr persönliche Entscheidung ist - Sie können es nicht allen recht machen. Aber so ist es ja oft im Leben.

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  • Diese Überschrift gefällt mir! Mein zweitname ist Claire und mein Lebensgefährte heisst Bauer....ist jetzt nicht viel besser wie Grube ;-)

    22. Februar 2013 - 13:10  

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