Mit staatlicher Förderung zum Eigenheim
Wohneigentum dank Riester-Darlehen schafft Steuervorteile
Mein Haus, mein Garten, mein Pool: Träumt man von einem Eigenheim, benötigt man neben einem Bau auch einen Finanzierungsplan:
Wohnriestern funktioniert wie eine normale Baufinanzierung, mit dem Vorteil, dass Riester-Sparer staatliche Zulagen und Steuervorteile (Sparbeträge sind absetzbar) erhalten.
Die Grundförderung bei Wohn-Riestern beträgt 154 EURO im Jahr. Zusätzlich erhalten Eltern für jedes bis 2008 geborene Kind 185 EURO, für später Geborene 300 EURO. Riester-Sparer unter 25 Jahren erhalten einmalig 200 EURO. Sie bekommen eine Wohnungsbau-Prämie von 8,8 % jedes Jahr, wenn sie zwischen 50 und 512 EURO auf einen Bausparvertrag einzahlen.
Allgemein: Das Bauspargeld der ab 1.1.2009 geschlossenen Verträge muss für Wohnungsbau (keine Renovierungen) ausgegeben werden. Alle davor abgeschlossenen Verträge und Bausparer unter 25 können nach Ablauf weiterhin über ihr Geld frei verfügen.

Eigenheim dank Wohn-Riester (Foto: MEV)
Wer kann Wohnriester beanspruchen?
Förderungsberechtigt sind alle, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind, Beamte, Arbeitslosengeld-Empfänger, Eltern in Elternzeit und Frührentner. Da es keine Einkommensgrenze gibt, zahlt jeder Sparer jährlich vier Prozent seines sozialversicherungspflichtigen Einkommens, maximal 2100 EURO, ein.
Wer nicht riestert, lässt sich üppige Zuschüsse entgehen und riskiert, im Alter auf das Sozialamt angewiesen zu sein. Allerdings sollten Sie das für sich passende Riester-Angebot wählen:
Rentenversicherung - Staatlich geförderter Rentenversicherungsvertrag
Vorteil: Neben der Kapitalgarantie (haben alle Riesterprodukte) gibt es eine garantierte Mindestrendite von 2,25% auf den Sparanteil. Nachteil: Hohe Abschlusskosten, viel Verlust bei Ausstieg oder Reduzierung der Raten. Gut für: Sparer zwischen 40 und 50, die die vereinbarten Raten über die ganze Vertragslaufzeit leisten können.
Bank-Sparplan - Staatlich geförderter und verzinster Sparvertrag
Vorteil: Es fallen keine Abschlusskosten oder Provisionen an, deshalb sehr flexibel und transparent. Sparer können jederzeit aussteigen. Nachteil: Nur mittlere Renditeaussichten (3 bis 6%). Gut für: Junge Sparer, die planen, ihr Riester-Konto für eine Immobilienfinanzierung zu beleihen. Außerdem für Kunden über 50 interessant.
Fonds-Sparpläne - Staatlich geförderte Fonds-Sparpläne (Aktien-/Rentenfonds)
Vorteil: Gute Renditeaussichten. Bei hohem Aktienfonds-Anteil sind bis zu 10% drin. Nachteil: Hohe Verwaltungsgebühren. Bei Fonds, die sich schlecht entwickeln, kann der Gewinn auch mickrig sein. Gut für: Jüngere Kunden bis ca. Mitte 40. Sie profitieren am meisten von den hohen Renditechancen.
Das spricht gegen Riester!
Anrechnung: Wer im Alter so wenig gesetzliche Rente bekommt, dass er davon nicht leben kann, hat Anspruch auf staatliche Hilfe, die sogenannte Grundsicherung (derzeit 627 Euro). Aber: Ehe es Geld vom Staat gibt, wird das eigene Vermögen angerechnet - dazu zählt auch das gesparte Riester-Geld. Statt eine schöne Zusatz-Rente einzufahren, würden Geringverdiener also nur das Sozialamt entlasten. Hinweis: Riester-Auszahlungen werden nachgelagert versteuert - das heißt, ab Rentenbeginn.
Informieren können Sie sich bei allen Banken, Sparkassen und Versicherungen. Fragen Sie in jedem Fall nach Wohn-Riester und checken Sie Ihre Möglichkeiten! Zum Beispiel bei der LBS Riesterförderung oder HUK-Coburg Baufinanzierung Wohnriester.
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