Worauf man im Winter achten sollte

Vögel richtig füttern

Von redaktion 15. Januar 2013 - 10:54

Wenn der Winter mit frostigen Temperaturen, Schnee und Eis kommt, leiden Tiere draußen unter den langen kalten Nächten und an Futtermangel. Zwar ziehen jedes Jahr etwa 50 Milliarden Vögel in den Süden, um dort zu überwintern. Doch einige Arten wie Rotkehlchen, Grünfink und Kohlmeise bleiben hier im kalten Mitteleuropa und sind dankbar für Vogelhäuschen.

 Rotkehlchen im Vogelhaus

                         (Foto: iStockphoto/Thinkstock)

Aber nicht alle mögen das gleiche Futter. Man unterscheidet zwischen Körnerfressern (z.B. Meise, Fink, Spatz, Kernbeißer und Dompfaff) und Weichfressern (z.B. Amsel, Drossel, Star, Rotkehlchen, Baumläufer). Erstere lieben Samen, Nüsse und Kerne. Die anderen bevorzugen Beeren, Rosinen, Haferflocken, Hagebutten. Man erkennt die Vögel am Schnabel: Die Körnerfresser haben einen breiten, dicken Schnabel, Weichfresser einen feinen, dünnen. Wer alle Vögel im Garten haben will, sollte vielfältige Nahrung bieten - aber bitte erst bei Frost oder geschlossener Schneedecke!

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So füttern Sie im Winter richtig:

Wann? Nur bei Frost oder geschlossener Schneedecke, dann aber regelmäßig. Die Tiere finden nun kaum Futter und verbrauchen trotzdem viel Energie, um ihre Körpertemperatur von rund vierzig Grad gegen die Kälte der Umgebung aufrechtzuerhalten. Nie während der Brutzeit im Frühjahr zufüttern. Es besteht die Gefahr, dass Jungtiere Kerne abkriegen, die sie nicht verdauen können.



VogelfutterWas? Der Naturschutzbund (NABU) empfiehlt: Körnerfresser wie Finken, Sperlinge und Ammern mögen Sonnenblumenkerne sowie Freiland-Futtermischungen. Für Weichfutterfresser wie Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Meisen, Amseln, Zaunkönig eignen sich Rosinen, Obst, Haferflocken, Kleie und Meisenknödel. Statt Obststückchen lieber getrocknetes Obst oder frische, ganze Äpfel oder Birnen anbieten. (Foto: MEV)

Keinesfalls sollte man salzige Nahrung wie Speck oder Salzkartoffeln anbieten. Auch Brot ist nicht zu empfehlen, da es im Magen der Vögel aufquillt. Achten Sie bei der Fütterung auf die Mischung - harte und weiche Nahrung.

Gerade im Winter (auch bei Frost) sind Schalen mit Trink- bzw. Badewasser besonders wichtig, denn das ausgelegte Futter ist meistens sehr trocken und Wasser für die Vögel jetzt oft nur schwer erreichbar.

>> So machen Sie Vogelfutter selber

Tipp: Wer keine Zeit zum Selbermachen hat, kann vorgefertigte Futtermischungen, sowie Futterringe und Meisenknödel in Samenfachgeschäften, Zoohandlungen oder Supermärkten kaufen. Achten Sie dabei unbedingt auf die Qualität!  



Wo? Platzieren Sie Futterspender mit genügend Abstand zur Glasscheibe (mindestens zwei Meter) und an einer übersichtlichen Stelle, so dass sich keine Katzen anschleichen können.



Wie? Statt einer großen lieber mehrere kleine Futterstellen anbieten, die man täglich auffüllt. Vogelhäuschen so anbringen, dass das Futter nicht durchnässt werden kann. Es könnte sonst verderben. Achten Sie darauf, dass keine Glasscheibe in der Nähe und der Platz "katzensicher" ist. Die Vögel sollten das Futter nicht mit Kot verschmutzen können.



Merksätze vom Deutscher Tierschutzbund e.V. für die Vogel-Fütterung: 

  • Keine Speisereste verfüttern, die schon allein wegen der Gewürze für Vögel nicht geeignet sind.
  • Kein Brot oder Futter auslegen, das Feuchtigkeit enthält und im Winter gefrieren kann.
  • Obst im Winter nur in kleinen Mengen frisch auslegen.
  • Bei der Herstellung eines Futterbreies kein salzhaltiges Fett verwenden.
  • Regelmäßig in kleinen Mengen vormittags und nachmittags füttern.
  • Mehrere Futterplätze geschützt anlegen und verschiedenartig gestalten.
  • Futterplätze sauber halten.

Viele Infos zu diesem Thema unter www.nabu.de und www.tierschutzbund.de

 

(Dieser Artikel erschien erstmals Dez. 2009)

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Danke für die Tipps! Einige wusste ich schon, doch ich werde die anderen ausprobieren. Das mit den Märzenbecher ist inter ... Heidi Kaufmann letzter Kommentar | 04.03.14 13:47:32
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