Jeder tut es. Mal besser, mal schlechter, mal mehr, mal weniger: schlafen. Doch obwohl dem Menschen diese Fähigkeit eigentlich in die Wiege gelegt ist, haben immer mehr Schwierigkeiten damit. Grundsätzlich gilt, dass weniger die Länge des Schlafes entscheidend ist, als vielmehr die Qualität.
Manch einer macht sich das Leben schwer, indem er das Gefühl hat, unbedingt sieben Stunden schlafen zu müssen. Aber er ist nach fünf Stunden hellwach. Sorgen Sie sich nicht, wenn Sie wenig schlafen – solange Sie sich dabei gut erholen, ist alles in Ordnung.
Wie erholsam Ihr Schlaf ist, können Sie vor allem daran erkennen, ob Sie sich am Morgen entspannt und fit für den Tag fühlen. Das muss nicht gleich nach dem Aufstehen der Fall sein, denn die meisten von uns brauchen ein bisschen Zeit, um morgens in Schwung zu kommen. Foto: Baldriparan
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Blitzschnell abschalten
Stress und Unruhe erschweren das Einschlafen. Ein kleiner Spaziergang vor dem Zubettgehen oder eine Yogaübung wie zum Beispiel die Kerze helfen dem Körper, etwas Abstand zu gewinnen und sich auf den Schlaf vorzubereiten.
Eine lauwarme Dusche mit einem Duschgel, das ätherische Öle enthält, entspannt und hilft beim Einschlafen. Und ein weiterer Trick, um Körper und Geist auf das Bett vorzubereiten, ist ein sich allabendlich wiederholendes Ritual. Das kann eine Tasse Kräutertee sein oder ein Gang auf den Balkon, um noch einmal in den Nachthimmel zu schauen. Wenn Grübeleien Sie lange wachhalten, finden Sie ein Ritual, mit dem Sie das stoppen. Sie können vor dem Schlafengehen alles aufschreiben, was Ihnen durch den Kopf geht. Oder Sie stellen sich ein Schwarzes Loch im Universum vor, das all Ihre Gedanken und Sorgen anzieht und verschluckt. Sie können sich auch eine Badewanne voller Gedanken vorstellen, den Stöpsel rausziehen und zuschauen, wie die Sorgen durch den Abfluss fließen. Gähnen Sie! Wer gähnt, kann in der Regel auch gut einschlafen. Um das Gähnen bewusst auszulösen, können Sie mit Ihrer Zungenspitze über Ihren Gaumen fahren – erst vorn und dann auch weiter hinten. Das löst schnell einen Gähnimpuls aus. Foto: Weleda
Tief und fest schlafen
So klappt es mit dem Durchschlafen: Schwere Kost regt den Stoffwechsel an und verhindert eine ruhige und erholsame Nacht. Daher ist es besser, man holt sich statt des Schokoriegels einen Joghurt aus dem Kühlschrank, wenn sich der leere Magen kurz vor dem Zubettgehen noch einmal meldet. Vor dem Einschlafen sollte man Wasser und Säfte nur noch in Maßen zu sich nehmen, denn sonst unterbricht der Blasendruck den Schlaf. Kaffee, Cola und schwarzer Tee sind aufgrund der aufputschenden Wirkung zu später Stunde auch nicht empfehlenswert. Alkohol (in Maßen!) erleichtert zwar das Einschlafen, stört aber das Durchschlafen und die Schlafqualität. Also besser darauf verzichten.
Versuchen Sie alles auszuschalten, was Sie stört. Bei Licht ist das einfach – Jalousien und Schlafbrille helfen. Gegen Lärm können Sie Ohrstöpsel ausprobieren. Und wenn Sie immer wieder durch die Bewegungen Ihres Partners geweckt werden, ist es sinnvoll, über ein größeres Bett oder getrennte Matratzen und getrennte Bettdecken nachzudenken.
Ruhig wieder müde werden
Wenn Sie während der Nacht aufwachen, sollten Sie sich darüber nicht ärgern. Gedanken an etwas Schönes – den nächsten Urlaub zum Beispiel – oder eine kurze Lektüre bringen den Geist besser an den Punkt, an dem man wieder einschlafen kann. Sind Sie aufgewacht, schauen Sie nicht auf den Wecker, denn man setzt sich damit unter Druck, möglichst bald einschlafen zu müssen – und dann klappt es
erst recht nicht. Falls Sie gar nicht schlafen können, wälzen Sie sich nicht stundenlang im Bett herum. Stehen Sie nach 20 Minuten Wachliegen auf und tun Sie für ca. 15 Minuten etwas – vielleicht malen, bügeln. Dann wieder ab ins kuschelige Bett. Foto: MEV
Und wenn der Vollmond scheint?
Schlafstörungen, Verkehrsunfälle, mehr Geburten und stärkere Regelblutungen – der Vollmond soll für all das verantwortlich sein. Auch wenn es Statistiker gibt, die das Gegenteil behaupten. Manche Menschen werden schon nervös, wenn die Vollmondnächte nahen. Ja und gerade dadurch stellen sich Schlafstörungen in VollmondÂnächten ein. Man wartet unbewusst darauf, schlecht ein- und durchschlafen zu können – eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Zudem wird vermutet, dass es Menschen gibt, die mondÂfühliger sind als andere, ähnlich wie es auch besonders wetterfühlige Personen gibt. Was hilft? Eine Schlafbrille und lichtdichte Vorhänge. Es gibt aber auch Mondsüchtige, die den starken Drang haben, den Mond anzuschauen. Dann nichts wie raus, eine Viertelstunde Frau Luna angucken und danach ab ins Bett.
Die besten Tipps gegen Einschlaf-Probleme:
Pflanzliche Hilfe beim Einschlafen: Geben Sie 1 - 4 Tropfen ätherisches Lavendelöl auf 1 Stück Würfelzucker und nehmen Sie es vor dem Schlafengehen ein.
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