Sie war den größten Teil ihrer Geschichte ein Getränk der Elite: Schokolade. Während sie heute meist als Süßigkeit genossen wird, wurde Schokolade von den Mayas und Azteken vor 3 000 Jahren als schaumiges Getränk zubereitet. Auch Europa eroberte sie in flüssiger Form – bis die industrielle Revolution kam und in England 1847 die erste Tafelschokolade hergestellt wurde. (Foto links: Estée Lauder)
Süße Sünde
Lange Jahre wurde Schokolade als Dickmacher und Zahnzerstörer verdammt. Inzwischen sieht man auch die positiven Seiten. Neben gesunden Vitaminen und Mineralien enthält Schokolade Stoffe, die die Psyche positiv beeinflussen: Zucker und Kakaobutter heben den Serotoninspiegel im Gehirn. Kakao steuert anregendes Koffein bei. Während des Fermentierens der Bohnen bildet sich die
Liebes-Chemikalie Phenylethylamin, die den Organismus auch beim Verlieben durchflutet. Und sogar das Milcheiweiß tut Schoki-Fans gut. Es enthält sogenannte Exorphine, die schmerzlindernd wirken. Außerdem belegen Studien, dass Kakaoprodukte einen leicht blutdrucksenkenden Effekt haben. Bitterschokolade bietet Rauchern einen gewissen Schutz vor Herzinfarkt. 40 g schwarze Schokolade mit einem Kakaoanteil von 74 % am Tag verbessert die Funktion der Gefäßinnenwände und den sogenannten antioxidativen Status. (Foto rechts: Zenora)
Geliebte Sorten
Außerdem ist dunkle Schokolade sowieso besonders gesund, denn durch den geringen Zuckeranteil wird der Blutzuckerspiegel stabil gehalten. Für weiße Schokolade gilt das leider nicht. Sie sorgt aber für gute Laune, denn hier liegen die Glücklichmacher Serotonin, Phenyläthylamin und Anandamid in einer Form vor, die vom Körper besonders gut aufgenommen werden kann. Vollmilchschokolade ist die beliebstete Sorte, aber mit 55 % Zucker und 32 % Fett keinesfalls ein Schlankmacher.
Super Pflege
Aber Schokolade macht nicht nur glücklich und rund, sondern auch schön. Und das ganz ohne Kalorien! In Schokolade zu baden, weckt Glücksgefühle und erfüllt gleichzeitig einen kosmetischen Zweck: Die in der Schokolade enthaltene 
Kakaobutter wirkt pflegend und gibt trockener Haut ihre Geschmeidigkeit zurück. Eine Schoko-Massage zudem wohlige Gefühle durch Wärme und den süßen Duft. Und seit kurzem nutzen nun auch die Kosmetikhersteller unsere Schokoladensucht schamlos aus. Schöööön!
Mousse au Chocolat
ZUTATEN: •6 Eier •300 g Halbbitter- schokolade •45 g Butter •2 cl Rum •Schokoraspel als Dekoration
Zubereitung: Eier trennen, Eiweiß steif schlagen. Schokolade mit Butter im Wasserbad schmelzen. Nach und nach die Eigelbe und den Rum unter-rühren. Eischnee vorsichtig unterziehen. 6 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen. In Schälchen füllen und mit geraspelter Schokolade verzieren. (Foto: Sarotti)
Kalter Hund
ZUTATEN: •4 Eier •250 g Zucker •125 g Kakaopulver •250 g Kokosfett •1 1/2 Pck. Butterkekse
Zubereitung: Eier mit Zucker schaumig rühren, Kakao unterrühren. Kokosfett schmelzen, langsam unterrühren. Eine große Kastenform mit Klarsichtfolie oder Pergamentpapier auslegen. Schichtweise Schokomasse und Kekse einfüllen. Mit Schokolade beginnen, mit Keksen abschließen. 12 Stunden in den Kühlschrank stellen, dann stürzen. (Foto: Sarotti)
Diese Kosmetik verwandelt Ihr Bad in eine Süßwarenabteilung:
„SunDelight“ – ein Duft mit Schoko-Noten. Jil Sander Sun, 30 ml EdT, 27 €
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