Ein gefördertes und gefordertes Gehirn kann mit 50, 60 oder 70 Jahren leistungsfähiger sein als ein untrainiertes mit 30.
Geistig lange fit bleiben – wohl kaum ein Mensch, der diesen Wunsch nicht hat. Tatsache ist jedoch, dass ab 45 Gedächtnisleistung und Konzenration nachlassen können.
Die gute Nachricht: Wir können unsere Denkzentrale auf ganz vielfältige Weise unterstützen.
Machen Sie den Test: Wie gut ist Ihr Gedächtnis?
Prima Kicks geben dem Kopf die vier folgenden Tipps:
Tipp 1: Richtig essen Da unser Gehirn selbst keine Energie speichern kann, aber etwa 30 Prozent des gesamten Energiebedarfs des Körpers verbraucht, muss es gut gefüttert werden. Ideale Quellen für die Energiebereitstellung sind Kohlenhydrate aus Vollkorngetreide, Gemüse, Kartoffeln, Reis oder Nudeln. Auch tierisches Eiweiß und Omega-3-Fettsäuren (stecken
z. B. in Raps- und Walnussöl sowie Lachs und Makrele) bringen Power fürs Gehirn.
Für mehr Konzentrationsfähigkeit sorgen Vitamine der B-Gruppe. Nüsse, Eier, Bananen, Gemüse und Milch sind voll davon. Damit die grauen Zellen nicht austrocknen, täglich mindestens zwei Liter Wasser, Saftschorle oder Tee trinken, so die Empfehlung von Alexandra Krotz, Ernährungsexpertin der Techniker Krankenkasse. Foto: Cranberry
Tipp 2: körperliche Fitness Im Laufe des Lebens werden jene Regionen im Gehirn kleiner, die für Erinnerung und räumliches Denken verantwortlich sind. Neueste Forschungen zeigen: Körperliche Fitness lässt jene Bereiche wieder wachsen. Außerdem verbessert Bewegung das Herz-Kreislauf-System und damit auch die Durchblutung des Gehirns.
Tipp 3: Genügend Schlaf Die Ruhe der Nacht fördert nicht nur das
Langzeitgedächtnis. Während des Schlafs werden auch weniger wichtige Verbindungen zwischen den Nervenzellen gekappt, um Platz zu schaffen
für solche, die sich während eines Lernprozesses bilden. Unser Gehirn
wird alsoim Schlaf von überflüssigen Informationen gereinigt. Foto: DAK/Schläger
>> Noch mehr Tipps für erholsamen Schlaf
Tipp 4: Gehirn-Jogging Bereits wenige Minuten am Tag reichen, um unserem Denkorgan langfristig auf die Sprünge zu helfen. Einige Beispiele für mentale Gymnastikübungen:
- Routine durchbrechen: Tragen Sie die Lösungswörter beim Kreuzworträtsel
von hinten nach vorn in die Kästchen ein, also beginnend mit dem
letzten Buchstaben. So erhält das Gehirn eine entscheidende
Zusatzaufgabe.
- Details aufspüren: Denken Sie an Situationen aus der Vergangenheit, beispielsweise an Ihren Geburtstag: Was hatten Sie an? Was haben Sie gegessen und getrunken? Wer war dabei? Wo wurde gefeiert? Beim Kramen nach Details muss das Gehirn ganz schön viel leisten.
- Hipp, hipp, hurra: Zählen Sie von 1 bis 100. Ersetzen Sie dabei alle Zahlen, die eine 3 enthalten mit den Wörtern „hipp, hipp“ und alle Zahlen, die eine 9 enthalten mit „hurra“. Enthält eine Zahl beide Ziffern, wie die 39, werden auch beide Wörter genannt. Also: „hipp, hipp, hurra“.
- Nachrichten anders aufnehmen: Schalten Sie nach den Nachrichten das Fernsehgerät für zwei Minuten aus. Versuchen Sie, sich an möglichst viele Themen zu erinnern. Das stärkt die Aufmerksamkeit und ist ein gutes-Gedächtnistraining.
- X-mal B: Nehmen Sie einen Artikel aus der Tageszeitung oder einer Zeitschrift zur Hand und streichen Sie alle klein gedruckten „b“ durch. Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, können Sie auch zusätzlich alle „D“ durchstreichen.
- Denkspiele: Bilden Sie aus einem zusammengesetzten Wort, wie z. B. Sommerschlussverkauf, neue Worte.
Viele weitere Übungen und Informationen für den Erhalt der mentalen Leistungsfähigkeit finden Sie z. B. unter www.tebonin.de oder www.alzheimer.de.
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